Über unsere Reise

Wir haben sie gesehen, die Brände im Amazonas. Die Brände in Kalifornien. Die Brände in Australien. Und es heißt, das sei erst der Anfang. Das angebrochene Jahrzehnt soll das heißeste der Menschheitsgeschichte werden, und das letzte Jahrzehnt, in dem wir verhindern können, in eine katastrophale Heißzeit zu geraten. „Wir befinden uns im Kampf um unser Leben“, sagt UN-Generalsekretär Antonio Guterres. Und er sagt: Derzeit verlieren wir ihn. Das würde Seuchen, Überschwemmungen und Kriege bedeuten ­– Abermillionen Flüchtlinge und Tote.

Wir beide haben viel zur Klimakrise recherchiert und geschrieben und wenn wir darüber nachdenken, einmal hineinfühlen in diese Prognosen, schnürt es uns die Brust zu. Aber haben die Menschen nicht noch immer für alles eine Lösung gefunden, oder anders gefragt: Gibt es nicht doch irgendeinen Grund zur Hoffnung?

Um das herauszufinden, fahren wir los von Südafrika bis in die Arktis, eine Weltreise 18.000 Kilometer über Land quer durch alle Klimazonen. Wir nehmen der Krise den Puls und treffen die Menschen, die heute schon unter den Folgen der globalen Erwärmung leiden, wollen lernen, wie sie damit umgehen.

Wir besuchen die Bewohner von Kapstadt, die gemeinsam den Day Zero verhindert haben, den Tag, an dem ihnen das Wasser ausgegangen wäre. Die starken Frauen in Mosambik, die nach Zyklon Idai ihre zerstörte Heimat wiederaufbauen. Die österreichische Instagrammerin, die aus ihrem Klimaschmerz Kraft zieht und andere damit aufrüttelt.

Es ist eine Reise zu den unterschiedlichen Folgen der Klimakrise. Wir machen sie erfahrbar die Dürren, Unwetter, Ressourcenkonflikte, treffen die Menschen, die damit kämpfen, schauen wie sie sich daran anpassen und finden heraus, wie wir verhindern können, dass die Krise weiter außer Kontrolle gerät.

Es ist eine Reise zur Schönheit der Welt. Wir erzählen wie stark die Menschen in Momenten der Not sein können, wie erhaben und widerstandsfähig die Natur ist, erzählen von ihrer Magie, und warum es vielleicht Hoffnung gibt.

Und es ist eine Zeitreise. Der Science Fiction-Autor William Gibson soll mal gesagt haben: „Die Zukunft ist schon da. Sie ist nur ungleich verteilt.“ Was uns in Europa erst in ein paar Jahrzehnten droht, ist in Afrika schon brutale Gegenwart. Und durch diese Gegenwart reisen wir und suchen die Antwort auf eine Frage, die uns und viele, viele die wir kennen, umtreibt: Können wir uns noch freuen auf unsere Zukunft?